Der
Gesetzt der Thermodynamik behauptet, dass Materie weder geschaffen
noch zerstört wird. Das Nirvana (der orientalische Nihilismus) ist ein
Synonym für einen Zustand der Fülle. Das heißt: Es gibt Materie und es gibt
eine Fülle in jeder Religion.
Das führt zu der Schlussfolgerung,
dass der westliche Nihilismus, ein emotionaler, existenzieller Zustand ist,
der durch die Verzweiflung gekennzeichnet ist, die das Subjekt erlebt.
Die "Entweder Gott
oder das Nichts"-Struktur ist eine falsche Disjunktion. Für
einen Gläubigen ist Nihilismus ein Unsinn. Der Glaube bewahrt ihn davor, in den
Zustand der Verzweiflung zu geraten. (z.B.
Hiob). Für den Atheisten sind Nihilismus und Gott auch keine disjunktiven
Konzepte. Gott ist ein unmögliches Element in jeder Wahl, da er nicht an Ihn
glaubt. Alles das zeigt, dass Atheismus und Nihilismus keineswegs synonymen
Begriffe sind. Ein Atheist kann sich an die absolute Realität halten, an das,
was er in dieser Welt während seines Lebens erreicht hat, und an das, was er
zukünftigen Generationen zuschreibt (hinterlässt), und er kann all dies tun,
ohne in Verzweiflung zu verfallen.
Gerade weil Nihilismus
existentiell und individuell ist, muss jedes Individuum die Lösung finden, um
überwinden die Verzweiflung, die der Nihilismus in ihm auslöst: Glaube (Religion), Verantwortung (Hans
Jonas) Arbeit (Tschechow, Onkel Wanja), guter Wille (Kant)
oder ethischer Optimismus (Albert Schweitzer).
Manche versuchen, mit
Emotionen dagegen anzukämpfen. Leider ist die Befriedigung, die durch Emotionen
hervorgerufen wird (da sie nur Emotionen sind), selten von Dauer, weder in der
Intensität noch in der Zeit. Manche setzen im Alkohol, im Spaß, im Zynismus und
sogar in der Ataraxie die disjunktiven Elemente zu dem Nichts.
Unglücklicherweise führen sie alle diese Elemente zu dem Vergessen des Seins,
zuerst, und zu der Zerstörung des Seins, später.
Nachdem Nietzsche Gott
Todes bestätigt hat, haben vielen geglaubt, dass das Nichts, die absolute
Freiheit bedeutet. Das ist ein Irrtum. Gott Todes verpflichtet
den Menschen das Schwert der absoluten Freiheit selbst in seine Hände zu
nehmen. Die Frage die Nietzsche aufwirft ist folgende: Ist jeder sterbliche
Mensch überhaupt imstande, es in seinen Händen zu halten, ohne das es fällt?
Nietzsche betrachtet das mit Skepsis. Eher verlangt dieses Schwert einen
„Übermenschen“.
Lovecraft
enthüllt ein neues Problem. Er zeigt in seinen Werken, dass die ihre Werke,
dass die Disjunktion „entweder Gott oder das Nichts“ irrelevant ist. Mit Gott
oder mit dem Nichts: Die Monster überleben immer.
Wenn Gott wirklich tot
ist, helfen nach meiner Meinung nach die Aussagen Descartes und Kants:
"Cogito, ergo sum" und "Sapere Aude". Auf der einen
Seite ermöglichen das „Cogito“ und das „Sapere“ dem Individuum,
als Individuum und nicht als Kollektiv zu überleben. Auf der anderen Seite
haben das „Cogito“ und das „Sapere“ nichts mit dem "Cognoscere"
zu tun, das Faust ins Verderben führte. Aber wie gesagt: Das ist nur meine
Meinung.
Vielleicht hatte das
Genie Goethe den Tod Gottes vorausgesehen und eine Vorahnung dessen, was dann geschehen
würde: Wenn der Teufel derjenige war, der Faust daran hinderte, in den Himmel
zu kommen, so war es auch der Teufel, der ihn vor dem Sturz ins Nichts rettete.
Zweifellos hat der geniale Goethe die Wahrheit noch vor Lovecraft erkannt und
verstanden: Selbst wenn Gott stirbt, überleben Monster und nehmen seinen Platz
ein. Jedes Individuum muss gegen seine eigenen Monster und Dämonen kämpfen. Der
Kampf gegen die eigenen Dämonen ist letzlich, was das Individuum vor dem Nichts
rettet. Der Sieg, wie die Erlösung, ist nie sicher.
Isabel Viñado Gascón
Das Gesetz der
Thermodynamik besagt, dass Materie weder geschaffen noch zerstört wird. Nirvana
(im orientalischen Nihilismus) ist ein Synonym für einen Zustand der Fülle. Das
bedeutet: Es gibt Materie, und es gibt eine Vorstellung von Fülle in jeder Religion.
Daraus folgt, dass der westliche Nihilismus ein emotionaler, existenzieller
Zustand ist, der durch die Verzweiflung gekennzeichnet ist, die das Subjekt
erlebt.
Die "Entweder Gott
oder das Nichts"-Struktur ist eine falsche Dichotomie. Für einen Gläubigen
ist Nihilismus Unsinn, da der Glaube ihn davor bewahrt, in Verzweiflung zu
geraten (wie zum Beispiel bei Hiob). Auch für den Atheisten sind Nihilismus und
Gott keine disjunktiven Konzepte. Gott ist für ihn keine mögliche Wahl, da er
nicht an ihn glaubt. All dies zeigt, dass Atheismus und Nihilismus keineswegs
synonyme Begriffe sind. Ein Atheist kann sich an die absolute Realität halten,
an das, was er in dieser Welt erreicht hat, und an das, was er zukünftigen
Generationen hinterlässt, ohne in Verzweiflung zu verfallen.
Gerade weil Nihilismus
existenziell und individuell ist, muss jedes Individuum eine Lösung finden, um
die Verzweiflung zu überwinden, die der Nihilismus in ihm auslöst. Diese
Lösungen könnten Glaube (Religion), Verantwortung (Hans Jonas), Arbeit (Tschechow,
Onkel Wanja), guter Wille (Kant) oder ethischer Optimismus (Albert Schweitzer)
sein. Manche versuchen, mit Emotionen dagegen anzukämpfen. Leider ist die
Befriedigung, die durch Emotionen hervorgerufen wird, selten von Dauer, weder
in ihrer Intensität noch in ihrer Zeitspanne. Manche suchen Ablenkung in
Alkohol, Spaß, Zynismus und sogar in Ataraxie als Alternativen zum Nichts.
Leider führen all diese Ansätze dazu, das Sein zuerst zu vergessen und später
zu zerstören.
Nachdem Nietzsche den Tod
Gottes verkündet hat, glaubten viele, dass das Nichts die absolute Freiheit
bedeute. Das ist ein Irrtum. Der Tod Gottes verpflichtet den Menschen dazu, das
Schwert der absoluten Freiheit selbst in die Hand zu nehmen. Die Frage, die
Nietzsche aufwirft, ist folgende: Ist jeder Mensch überhaupt in der Lage,
dieses Schwert zu halten, ohne dass es ihm entgleitet? Nietzsche ist skeptisch.
Vielmehr verlangt dieses Schwert einen „Übermenschen“.
Lovecraft enthüllt ein
neues Problem. In seinen Werken zeigt er, dass die Dichotomie „entweder Gott
oder das Nichts“ irrelevant ist. Ob mit Gott oder mit dem Nichts: Die Monster
überleben immer.
Wenn Gott wirklich tot
ist, helfen meiner Meinung nach die Aussagen von Descartes und Kant:
"Cogito, ergo sum" und "Sapere Aude". Einerseits
ermöglichen das „Cogito“ und das „Sapere“ dem Individuum, als Individuum und
nicht als Teil eines Kollektivs zu überleben. Andererseits haben das „Cogito“
und das „Sapere“ nichts mit dem "Cognoscere" zu tun, das Faust ins
Verderben führte. Aber wie gesagt: Das ist nur meine Meinung.
Vielleicht hat das Genie
Goethe den Tod Gottes vorausgesehen und eine Vorahnung dessen gehabt, was dann
geschehen würde: Wenn der Teufel es war, der Faust daran hinderte, in den
Himmel zu kommen, so war es auch der Teufel, der ihn vor dem Sturz ins Nichts
bewahrte. Zweifellos hat der geniale Goethe die Wahrheit noch vor Lovecraft
erkannt: Selbst wenn Gott stirbt, überleben die Monster und nehmen seinen Platz
ein. Jedes Individuum muss gegen seine eigenen Monster und Dämonen kämpfen. Der
Kampf gegen die eigenen Dämonen ist letztlich das, was das Individuum vor dem
Nichts rettet. Der Sieg, wie die Erlösung, ist nie sicher.
Isabel Viñado
(Dieser Artikel erschien
erstmals in MoMo PubTalk am 01.09.2024)
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